Die Schülerfirma der 
 Gustav-Werner-Schule Rottweil

 

 

Anliegen und Leitgedanken


Die Schülerfirma  „SPRUNGBRETT“  ist ein pädagogisches Projekt der Gustav-Werner-Schule Rottweil –Sonderpädagogisches Bildungs-und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung- und fußt auf dem Schulkonzept der Berufsschulstufe mit der Aufteilung in unterschiedliche Arbeitsbereiche.

Es ist Anliegen dieses Projektes, dass die Schüler Wissen, Fähigkeiten und  Fertigkeiten in realitätsnahen Zusammenhängen erwerben. Dies kann eine erfolgreiche Bewältigung des Übergangs von der Schule in den Beruf
erleichtern.
Schlüsselqualifikationen wie Genauigkeit, ordentliches Arbeiten, Eigeninitiative, Verantwortungsbereitschaft und Teamfähigkeit sollen erworben und angewendet werden.

Die Schüler erhalten Einblicke in betriebliche Strukturen und können durch die Übernahme von Aufgaben innerhalb der Schülerfirma Verantwortung übernehmen und beispielsweise durch Aufgaben wie die Kassenführung vertiefende Erfahrung im Haushalten mit Geld und dem Umgang mit Geld machen. Schülern wird die Möglichkeit gegeben, Lernfelder aus dem Bereich Bank, Führung eines Kontos, Überweisungen, usw. in einem realitätsnahen und lebensweltorientierten Handlungsrahmen zu erlernen und einzuüben.

Erhöhter Förderbedarf eines Schülers kann kein Ausschlusskriterium für die Teilhabe und Mitarbeit in der Schülerfirma sein. Gesellschaftliche Entwicklungen zur inklusiven Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen spiegeln diesen Anspruch auch selbstverständlich in innerschulischen Handlungsfeldern wider. Die Schülerfirma wird immer Möglichkeiten finden, Schüler mit höherem Förder- und Unterstützungsbedarf innerhalb ihrer Arbeitsbereiche mit Aufgaben betrauen zu können, die auf dem Arbeitsbereich, den individuellen Leistungsvoraussetzungen und Interessen des Schülers aufbauen und ihm so individuelle Lernfortschritte ermöglichen.

Die Schülerfirma betreibt im Arbeitsbereich Dienstleistungen einen Bügelservice in dem sie Aufträge von Schülern, Eltern, Lehrern oder von Personen außerhalb der Schule annimmt.
Eine weitere Dienstleistung ist die Herstellung und der Verkauf von CDs und DVDs mit Fotos von Schulveranstaltungen, oder mit unterschiedlichen Daten für Personen innerhalb und außerhalb der Schulgemeinde und für andere Schulen, Institutionen.
Dabei ist  die Beachtung der rechtlichen Grundlagen wie Urheberrecht, Datenschutz und die Wahrung der Privatsphäre selbstverständlich.

Digitalisierung von VHS-Videos und Digitalisierung von Kleinbild-Dias und das Brennen dieser auf Datenträger sind Dienstleistungen im Bereich von Computerarbeitsplätzen, die von den Schülern in diesem Rahmen geleistet werden.

Im Arbeitsbereich Produktion stellen die Schüler in der Schülerfirma Gegenstände her, die bei Veranstaltungen, bei denen sich die Schule der Öffentlichkeit präsentiert (z.B. „Weihnachtsmarkt im Landratsamt, beim Schulfest) verkauft werden. Der fachgerechte Umgang mit Maschinen, Werkzeugen und Materialien steht im Vordergrund.

  • Die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen ist Leitgedanke für die grundlegende Zielorientierung der Arbeit der Schülerfirma
  • Jeder Schüler soll angehalten werden, die seinen individuellen Möglichkeiten entsprechenden Anforderungen an Genauigkeit der Aufgabenerfüllung, an ordentliche und saubere Arbeitsweise zu erfüllen. Konzentration bei der Arbeit und Zuverlässigkeit in der Durchführung der Aufgaben sind Grundlagen für gute Arbeitsergebnisse und sicheren Umgang mit den verwendeten Geräten und Maschinen.
  • Positive  Erfahrungen aus der Arbeit und dem Feedback der Kunden können einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Schüler ihr Selbstvertrauen stärken, daraus ein erhöhtes Zutrauen in ihre Leistungsmöglichkeiten entwickeln und so neue Erfahrungen suchen, die zu neuen Lernerfahrungen führen können.
    Arbeitsaufträge wie sie die Schülerfirma ausführt können hier einen wichtigen Beitrag leisten.
  • Die Schülerfirma kann mit großer Wahrscheinlichkeit keine direkte Vorbereitung auf einen bestimmten Arbeitsplatz oder eng umschriebene Arbeitsfelder leisten. Sie kann aber Grundlagen schaffen und Orientierungen bieten, die es einem Schüler ermöglichen können, Arbeitserfahrungen außerhalb der Schule auszuweiten und das notwendige Zutrauen zu entwickeln, neue Arbeitsmöglichkeiten zu testen, Perspektiven zu entwickeln und so vielleicht als „Sprungbrett“ dienen.

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