Der Arbeitsbereich
Produktion

 











 

Der Unterrichtsraum des Arbeitsbereichs Produktion  ist der Werkraum der Schule, an den der Vorbereitungsraum mit Maschinen angegliedert ist.
Mit der Umsetzung des Stufenkonzepts wurde es notwendig, für die Schüler der Hauptstufe für den Technikunterricht einen Raum zur Verfügung zu stellen. Hierzu wurde dann im unteren Geschoss ein Raum als zusätzlicher Werkraum eingerichtet, sodass der Werkraum als Arbeits- und Klassenraum die ganze Woche über zur Verfügung steht.


Wie entstand dieser Bereich?

Werkunterricht ist ein "klassischer" Unterrichtsbereich, der schon mit der Gründung der Schulen für Geistigbehinderte Ende der 60er Jahre entstand. Von dem "Werkunterricht" dieser Zeit hat sich der Unterricht heute aber weit entfernt.

Ziele und Inhalte

Im Vordergrund des Unterrichts steht heute die Zielrichtung, die Schüler im Umgang mit Maschinen und Geräten zu schulen, sie in Arbeitsabläufen zu mehr Selbständigkeit zu führen.  Die Arbeit mit Maschinen kann im Unterricht einerseits der direkten Vorbereitung auf die Arbeitswelt dienen. Die Erfahrung, mit immer mehr Eigenverantwortung in Arbeits- und Herstellungsabläufe eingebunden zu sein kann auch  zu mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen führen und hat somit auch eine persönlichkeitsbildende Funktion.

Der Unterricht kann auf die Erfahrungen der Schüler aus der Hauptstufe aufbauen.
Während in den Hauptstufenklassen meist ein Schüler an seinem Werkstück gearbeitet hat, kommen in der Berufsschulstufe auch Arbeitsformen zum Einsatz, wie sie auch in der  Arbeitswelt Anwendung finden.
Arbeitsprojekte können in kleinen Teams in Arbeitsteilung hergestellt werden, ebenso in Partner- und Einzelarbeit. Maschinen werden verstärkt in die Arbeitsabläufe mit einbezogen. Schüler haben die Möglichkeit, durch innerschulische Kurse  Berechtigungen zum Bedienen bestimmter Maschinen zu erwerben.

Seit einigen Jahren veranstaltet die Schule im Landratsamt Rottweil mit einem Verkaufsstand in der Woche vor dem ersten Advent an zwei Tagen einen Verkauf von Produkten, die im Unterricht entstanden sind. Dieser Verkaufsstand wird von der Berufsschulstufe organisiert und geleitet. Hier ist ein wichtiger Ort, wo die Schüler ihre Produkte verkaufen können.
Mit den Kunden kommen sie ins Gespräch, können informieren, wie ein Produkt entstanden ist, erfahren die Rückmeldung über ihre Arbeit direkt beim Käufer.

Die Rahmenbedingungen sind näher am Arbeitsleben als noch in den Schuljahren der Hauptstufe; zwei lange Schultage der Woche sind Arbeitstage im Arbeitsbereich.
Wie in jeder Berufsschule schreibt jeder Schüler entsprechend seinen Möglichkeiten am Ende der Woche sein Berichtsheft für die Woche. 

Es werden nicht nur die motorische Fertigkeiten beim Umgang mit Werkzeugen und Maschinen  geübt, auch andere Bereiche der Persönlichkeitsförderung sind durch die Projektstruktur des Unterrichts Teil des Handelns:
- Abzählen und Längenvergleiche sind typische  Anforderungen mit mathematischem Hintergrund. - Längen werden gemessen, Bohrer mit unterschiedlichem Durchmesser müssen eingesetzt werden.
- Für den Weihnachtsmarkt werden Schilder geschrieben, Präsentationstafeln erstellt.
- Im Zusammenhang mit der Schülerfirma werden die Einnahmen gezählt und verwaltet. 
- Der Umgang mit Werkzeugen und Maschinen erfordert antizipierendes Denken und  Konzentration
- Sorgfalt in der Ausführung ist Grundlage für eine gute Arbeit.
- Der Umgang mit Schrift und Sprache und der Umgang mit Mengen, Größen, Zahlen, Geld kann hier in einer altersentsprechenden Form geübt und gefestigt werden.
Die Inhalte und Unterrichtsformen geben die Möglichkeit, Erfahrungen zu machen, die mehr Selbständigkeit im Leben als erwachsener Mensch ermöglichen.



 












   
   
   
   
   
Fotos : Gerhard Ruoff, Gerhard Grießhaber            pdf-Version zum Download
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